Packliste fürs Ferienlager: Was muss mit?
Gut gepackt ist halb gewonnen. Wer seine Sachen findet, fühlt sich im Lager schneller zu Hause. Hier findest du eine Liste, die für die meisten Sommerlager mit Übernachtung passt. Wichtig: Jedes Lager schickt eine eigene Liste. Die geht immer vor.
Der wichtigste Tipp zuerst
Lass dein Kind selbst packen. Du kannst daneben sitzen, die Liste vorlesen und helfen. Aber dein Kind sollte jedes Teil selbst in die Tasche legen. So weiss es im Lager, was es dabei hat und wo es ist. Das ist mehr wert als die perfekte Packliste.
Tasche oder Koffer?
Viele Lager empfehlen eine weiche Reisetasche oder einen grossen Rucksack. Harte Koffer sind in Massenlagern unpraktisch. Dazu kommt ein kleiner Tagesrucksack für Ausflüge. Schreib den Namen gut sichtbar auf beide.
Kleider (für ca. 6 Tage)
- 6 Unterhosen und 6 Paar Socken, plus 1–2 Reserve
- 2 Paar dicke Socken für Wanderungen
- 4–5 T-Shirts
- 2 Pullover oder Faserpelz
- 2 lange Hosen, 2 kurze Hosen
- 1 Trainerhose
- Pyjama
- Regenjacke und Regenhose
- Warme Jacke für kühle Abende
- Badehose oder Badeanzug, Badetuch
- Mütze oder Cap gegen die Sonne
- Kleider, die schmutzig werden dürfen
Tipp: Pack pro Tag ein Set in einen Beutel oder eine Plastiktüte. Jüngere Kinder ziehen so eher frische Kleider an.
Schuhe
- Gute Turnschuhe
- Wanderschuhe, eingelaufen
- Hausschuhe oder Finken
- Sandalen oder Badelatschen
Schlafen
- Schlafsack (falls nicht vom Lager gestellt)
- Kissenbezug oder kleines Kissen
- Leintuch oder Fixleintuch, wenn verlangt
- Kuscheltier, falls dein Kind eines hat. Das ist überhaupt nicht peinlich, viele haben eines dabei.
- Taschenlampe oder Stirnlampe mit Ersatzbatterien
Hygiene
- Zahnbürste, Zahnpasta, Becher
- Duschmittel und Shampoo, am besten in kleinen Flaschen
- Haarbürste oder Kamm
- Handtuch und Waschlappen
- Sonnencreme (hoher Schutzfaktor) und Lippenpomade
- Insekten- und Zeckenschutz
- Taschentücher
- Für Mädchen je nach Alter: Binden oder Tampons
Für draussen
- Trinkflasche
- Kleiner Rucksack für Tagesausflüge
- Sonnenbrille
- Je nach Lager: Velohelm, Schwimmbrille, Sportausrüstung
Papiere und Gesundheit
- Krankenkassenkarte (Kopie oder Original, je nach Lager)
- Medikamente in Originalverpackung, beschriftet mit Name und Dosierung, direkt der Lagerleitung abgeben
- Bei Allergien: Notfallset und schriftlicher Plan
- Ausweis oder ID, falls das Lager ins Ausland geht
Kleine Dinge, die Freude machen
- Briefpapier, Couverts mit Adresse und Briefmarken
- Ein Buch oder Comics
- Ein Kartenspiel
- Ein Fotoalbum oder Foto der Familie, wenn dein Kind das möchte
- Etwas Taschengeld, wenn das Lager es erlaubt (meistens CHF 10–20 reichen)
Was besser zu Hause bleibt
- Teure Elektronik, Tablets, Spielkonsolen
- Schmuck und Wertsachen
- Viel Bargeld
- Süssigkeiten in grossen Mengen (manche Lager verbieten sie wegen Mäusen und Allergien)
- Messer, ausser das Lager verlangt ein Sackmesser
- Neue Kleider, die nicht schmutzig werden dürfen
Handy: ja oder nein?
Das entscheidet das Lager. Viele Lager sammeln Handys ein oder erlauben sie nur zu bestimmten Zeiten. Das ist meistens gut so. Kinder sind ohne Handy mehr im Lager und haben oft weniger Heimweh. Klär die Regel vorher mit deinem Kind, dann gibt es im Lager keine Diskussion.
Beschriften!
Schreib den Namen in alles: Kleider, Schuhe, Trinkflasche, Schlafsack, Taschenlampe. Am letzten Lagertag liegt in jedem Lager ein Berg mit Fundsachen. Mit Namen findet alles wieder nach Hause.
Nach dem Lager
Pack zusammen mit deinem Kind aus. Dann siehst du, was gefehlt hat und was zu viel war. Schreib das auf die Liste fürs nächste Jahr. So wird die Packliste mit jedem Lager besser.
Gratis: Packliste als PDF zum Abhaken herunterladen (DE und FR).
Speziell für Winterlager
Für Sport- und Winterferien brauchst du zusätzlich:
- Skier, Snowboard oder Langlaufski (oder Angabe, ob das Lager ausleiht)
- Skischuhe, Helm, Handschuhe (zwei Paar), Skibrille
- Thermounterwäsche und dicke Socken
- Warme Jacke und Schneehose
- Lippenpomade und Sonnencreme für den Schnee (die Sonne ist stark)
Frag das Lager rechtzeitig, ob Material vor Ort ausgeliehen werden kann. Das spart Platz und Geld.